Umweltschule

Umweltschule

Umweltschule? Natürlich!

Umweltschule? Natürlich!

Der Klimawandel macht sich auch in Deutschland bemerkbar, jeden Tag sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten aus – und währenddessen dürft ihr in der Schule nur Formeln und Vokabeln lernen? Nicht ganz!

Das Gymnasium Hummelsbüttel ist nämlich schon seit fast zwanzig Jahren Umweltschule – eine Auszeichnung, die nur Schulen erhalten, die sich regelmäßig alle zwei Jahre mit immer neuen Umweltprojekten bewerben. Am Gymnasium Hummelsbüttel waren das in den letzten Jahren ganz unterschiedliche Projekte und Aktionen – z.B. die Neugestaltung des Schulinnenhofs und ein selbst entwickeltes Theaterstück darüber, wie unser Konsum zur Vermüllung der Erde beiträgt; oder eine Projektwoche, bei der wir die grünen Seiten Hamburgs kennenlernen konnten, und ein Wahlpflichtkurs, bei dem Schülerinnen und Schüler beim Entkusseln im Raakmoor halfen (und für alle, die nicht wissen, was Entkusseln ist: dabei befreit man das Moor von allen Pflanzen, die nicht dorthin gehören – damit es ein Moor bleibt und weiter viel CO2 speichern kann).

Damit auch der Schulalltag immer umweltfreundlicher wird, haben wir für euch im Gelben Heft eine Reihe von Umwelttipps gesammelt – aber ganz viele von euch kommen ja schon mit dem Fahrrad zur Schule oder haben immer ihre Wasserflasche dabei, die man beim Wasserspender vor der Kantine immer wieder auffüllen kann. Und natürlich werden Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch oft im Unterricht thematisiert – so wurde in Geographie untersucht, wie viel Plastikmüll während einer Woche Lockdown zuhause anfiel, oder in Philosophie wird die Frage diskutiert, ob man eigentlich Fleisch essen darf.

Gerade entwickeln wir ein neues Projekt, mit dem Umweltschutz sogar als Unterrichtsfach auf den Stundenplan kommt: Nachhaltigkeit

Ab dem Schuljahr 2022/2023 wollen wir zuerst in Klasse 8 einen eigenen Wahlpflichtkurs zum Thema Nachhaltigkeit anbieten. In dem Kurs lernen wir mehr über die Auswirkungen unseres Handelns und die globalen Zusammenhänge von Konsum und Klimawandel – vor allem aber wie wir alle einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten können. Dafür setzen wir uns unter anderem damit auseinander, woher unsere Kleidung kommt und wie sie produziert wird oder wie unser Essen klimafreundlicher wird und Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann. Oder wir hinterfragen kritisch, wie viel Werbung doch nur Greenwashing ist und wie Smartphone und Streaming unseren ökologischen Fußabdruck vergrößern.

Geplant ist, den Kurs auch für die Klassenstufen 9/10 auszubauen – hier werden politische Zusammenhänge immer mehr mit einbezogen, und Schülerinnen und Schüler lernen den Bereich Umwelt als mögliches Berufsfeld kennen. 

Doch unabhängig von den jeweiligen Schwerpunkten: es geht vor allem darum, das neue Wissen umzusetzen und mit der ganzen Schule zu teilen – ob nun eine Podiumsdiskussion, eine Kleidertauschbörse oder eine andere Idee geplant und umgesetzt wird, die unsere Schule noch ein Stück umweltfreundlicher macht.