Laut sein für Demokratie und Vielfalt

Demokratietag und Demokratiegebäude

Tag der Demokratie am Gymnasium Hummelsbüttel am Montag, d. 14. Juli 2025

Demokratie gehört zu den wichtigsten Dingen, die wir haben, denn wir alle profitieren davon. Und wir sollten sie nicht als etwas Selbstverständliches betrachten, sondern als etwas, für das wir uns beständig einsetzen müssen. Gerade heute erleben wir es leider wieder verstärkt, dass die Demokratie von vielen Menschen in Frage gestellt und gefährdet wird.

Mit diesen Gedanken fasste unsere Schulsprecherin, Lorin Kayatas, in ihrer Rede zusammen, womit sich die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hummelsbüttel am Montag, d. 14. Juli, einen Tag lang befasst haben. Die Beschäftigung mit der Demokratie hat eine Menge unterschiedlicher Formen angenommen und es gab eine Menge an interessanten, informativen, lehrreichen, unterhaltsamen und kreativen Ergebnissen dieses Tages zu sehen.

So zeigte das PGW-Informatik-Profil einen Film, in dem das Grundgesetz interviewt wurde und einige Einblicke in sein Dasein seit 1949 gewährte. Von der Klasse 5c wurden unterschiedliche Arten der Religionsausübung in selbstgebauten Schaukästen anschaulich gemacht und gaben eine Vorstellung davon, dass auch eine solche Vielfalt nur in einer echten Demokratie möglich ist. Mit wichtigen Persönlichkeiten, die sich um die Demokratie verdient gemacht haben, machte das Geschichte-Philosophie-Profil in Form eingelesener Originaltexte bekannt, die man sich über Kopfhörer anhören konnte. Dasselbe machten Schülerinnen und Schüler der Klasse 6d mit einer langen Leine mit Wimpeln, die ab sofort im D-Gebäude zu besichtigen ist. Großartiges haben auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a geleistet, die einen in einer Lesung auf die Busfahrt mitgenommen haben, die für Rosa Parks im Jahr 1955 zu einem Schlüsselmoment im Kampf für die Rechte dunkelhäutiger Menschen wurde. Wieder an anderer Stelle konnte man sich von der 6a gebastelte Demonstrationsplakate nehmen und einmal testen, wie es sich anfühlt, wenn man für die Demokratie und die Freiheit auf die Straße gehen muss. Die Klasse 9b befasste sich mit dem dritten Reich und ging der Frage nach, auf welche Weise damals eigentlich die Demokratie bekämpft wurde. Ferner gab es Quize in Kahoot- und Papierform und einiges andere, das nicht minder spannend war.

Am Ende des Tages hing am D-Gebäude ein Banner mit einem Bekenntnis zur Demokratie, auf dem die Schüler:innen und Kolleg:innen des Gymnasiums Hummelsbüttel unterschrieben hatten, und dessen Bedeutung mit Lorins Worten: „Lasst uns laut sein für Demokratie, Vielfalt und Respekt. Denn wenn wir es nicht tun – wer dann?“ treffend beschrieben wurde.

Matthias Schröder

Das O-Gebäude hat nun einen neuen Buchstaben

Der Tag der Demokratie ging in der freien Projektwoche nahtlos über in das Projekt „Vom O zum D“ unter der Leitung von Bianca Tront und Matthias Schröder in Kooperation mit der AG Schule mit Courage. Eine Gruppe von 19 Schüler:innen fühlte sich von der Möglichkeit angesprochen, mit Pinsel und Farbe das O-Gebäude zum Demokratie- und Diversitätsgebäude umzugestalten.Dabei wurde auch das alte Schild mit der Aufschrift „Oberstufenhaus“ abmontiert, damit dieses Gebäude nun etwas aktueller den Namen „D-Gebäude“ tragen darf.

Die ersten Besucher:innen des D-Gebäudes waren von den vielen neuen Farben angetan und einige der Vorschulkinder gerieten sogar hüpfend aus dem Häuschen. Da gibt es die Friedenstreppe in Regenbogenfarben, Friedens- und Freiheitstauben, Wimpel mit den 100 Köpfen der Demokratie, Demoplakate, die Solidaritätsfaust und vieles mehr.

Die Leute aus dem Projekt wünschen sich natürlich, dass es jedem und jeder so geht und die neue Gestalt des Gebäudes von allen Schüler:innen der Schule angenommen und vor allem mit Respekt erlebt und behandelt wird.

Sollte jemand noch eine leere Ecke für eine eigene künstlerische Idee entdecken, darf er oder sie sich damit gerne bei Frau Tront oder Herrn Schröder melden, um diese an einem Nachmittag oder Wochenende umzusetzen. Genügend Farbe und Pinsel sind noch vorhanden, denn: „Demokratie lebt vom Mitmachen!“

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